Was ist das diakonische Praktikum?

Alle Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen absolvieren ein zweiwöchiges Praktikum in einer sozialen Einrichtung ihrer Wahl. Dieses Praktikum ist fester Bestandteil der Berufsorientierung am Martin-Luther-Gymnasium. Die Schülerinnen und Schüler können in einem Krankenhaus, einem Alten- und Pflegeheim oder einer Einrichtung zur Betreuung von Menschen mit Behinderung sowie anderen sozialen bzw. caritativen Institutionen tätig sein.

Welche Ziele werden mit dem diakonischen Praktikum verfolgt?

  • Kennenlernen von Arbeitsabläufen / Ausprobieren beruflicher Tätigkeiten (Organisation, Durchführung, Reflexion praktischer Arbeiten)
  • berufliche Orientierung im Dienstleistungssektor
  • Möglichkeit der Übernahme von Verantwortung für andere
    Menschen
  • Sichtweise auf soziale Gruppen durch persönliche Erfahrung
    erweitern
  • Abbau persönlicher Vorurteile
  • Erleben hierarchischer und kollegialer Arbeitsstrukturen /
    Integration in Arbeitsteams
  • Sensibilisierung für Sozialstrukturen der deutschen Gesellschaft und
    für Grundlagen der Sozialpolitik (Verbindung von Theorie und
    Praxis)
  • Erleben eigener Handlungsmöglichkeiten im sozialen Umfeld /
    bessere Einschätzung der Eignung für bestimmte Tätigkeiten
  • Möglichkeiten für ehrenamtliche Arbeit kennenlernen
  • Erweiterung der Kommunikationsfähigkeit und der
    Sprachgewandtheit
  • Erprobung und Erweiterung von Kompetenzen wie Zuverlässigkeit,
    Geduld, Kontaktfähigkeit, Genauigkeit, Ausdauer, Belastbarkeit, Kooperationsfähigkeit, Teamfähigkeit

In diesem Schuljahr findet das Praktikum vom 23. Januar bis 3. Februar 2017 statt. Ansprechpartnerin ist Katharina Kästner.

Den detaillierten Ablaufplan des diakonischen Praktikums können Sie sich im Download-Bereich herunterladen.

Aktuelle Auswertung des Praktikums – O-Töne der Schüler

  • „Mich haben alle Erzieherinnen beeindruckt, da sie täglich eine enorme Lautstärke ertragen müssen.“
  • „Mich hat ein Kind beeindruckt, welches sehr gut mit seiner Krankheit umgegangen ist.“
  • „Beeindruckt hat mich, wie fit teilweise Menschen im hohen Alter sein können oder wie glücklich und erfüllt diese sind.“
  • „Ich empfand das Praktikum als „Dienst am Menschen“, weil ich merkte, dass die Kinder hilfebedürftig waren und sich sehr über Zuwendung freuten.“
  • „Durch das Praktikum habe ich gemerkt, dass nicht in einem Altenheim arbeiten könnte und ich schätze den Beruf als Altenpfleger viel mehr.“
  • „Ich habe durch das Praktikum gelernt, dass es wichtig im Leben ist, glücklicher und dankbarer in Bezug auf die eigene Gesundheit zu sein.“
  • „Das Praktikum war bedeutsam für mich, da ich dadurch geduldiger geworden bin.“
  • „Trotz der Einsicht, Erzieherin nicht als Beruf zu ergreifen, war das Praktikum bedeutsam für mich, da ich zu dieser Erkenntnis kommen konnte und diese Zeit mit den Menschen für mich besonders war.“
  • „Man konnte sehen, was Lehrer und Erzieher jeden Tag leisten.“
  • „Es wurde sehr sorgsam mit den Menschen im Altersheim umgegangen. Das Praktikum hat mit gezeigt, dass es wichtig ist, Rücksicht auf alle Menschen zu nehmen.“
  • „Das Praktikum war bedeutsam für mich, da ich Erfahrungen im Umgang mit Behinderten machen konnte und Umgang mit ihnen kennenlernen konnte.“
  • „Ich kann sehr glücklich sein, dass ich bisher ohne starke Einschränkungen leben darf und es so einfach habe.“
  • „ Der Beruf des Erziehers ist nicht nur einfach Kinder betreuen, sondern viel mehr und da bin ich von jedem Erzieher beeindruckt, er das alles vereinen kann. Da ich auch später Kinder als Lehrer betreuen und fördern will, hat mir das Praktikum eine gute Grundlage gegeben.“
  • „Ich habe im Praktikum gelernt, mehr auf Menschen zu zugehen.“
  • „ Das Praktikum hat meinen Erfahrungshorizont im Umgang mit älteren Menschen erweitert.“
  • „Mich hat ein 14-jähriges Mädchen beeindruckt. Sie sitzt aufgrund eines Granatsplitters im Rollstuhl und kann nicht in die Schule gehen. Trotz dieses Schicksals schafft sie es, dankbar und freundlich zu sein und eine positive Ausstrahlung zu haben. Es wurde mir klar, wie gut wir es in Deutschland haben.“
  • „Ich habe gemerkt, dass der Beruf der Erzieherin auch etwas für mich wäre.“
  • „Ich habe vor allem tolle Menschen kennengelernt.“

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