18 Aug

von Johanna Grün

Am MLG bekommt jeder Schüler im Laufe seiner Gymnasialzeit mindestens einmal die Chane vor der Kamera zu stehen, egal ob Dr. Kleist oder auf YouTube. So bekamen im Schuljahr 2015/2016 sieben Schüler der Klassenstufe 10 die Gelegenheit ihren eigenen Film zu drehen.

Alles fing damit an, dass Katharina Behrend und Johannes Ziegner im Geschichtsunterricht bei Frau Giesa das Buch „Ich will Bauer werden“ vorstellten. Das Buch basiert auf einem Tagebuch, das Christoph Ziegner in den Jahren von 1944-46 verfasst hatte. In dieser Zeit war Christoph Verwalter auf dem Gutshof Neufrankenroda. Heute ist das Gut bekannt als „Siloah“. In dem Tagebuch geht es um alltägliche Arbeiten auf einem Gutshof, die Besetzung durch die Amerikaner und der Russen und um die Bodenreform. Nach einer kleinen Bewerbung gab es im Winter 2015 bis in den Sommer ´16 regelmäßige Treffen. Zuerst um das Buch kennen zu lernen, dann um die Aufgaben (Storyboards schreiben, Schauspieler, Maske…..) zu verteilen und sich mit der Technik vertraut zu machen.

In der Woche vom 06.06-10.06.2016 waren wir auf dem Hof. In diesem Zeitraum haben wir alles abgedreht, wir haben viel über „einen Film drehen“ gelernt und hatten jede Menge Spaß. Außer Katharina und Hr. Ziegner waren auch einige Mitgleider des Vereins „Junge Medien e.V.“ und Hr. Sommer dabei.

Im folgenden Teil können Sie einen kleinen Ausschnitt aus den Texten lesen, die wir jeden Tag verfasst hatten:

„Montag (Tag 1)

Am 6.6.2016 haben wir die Projektwoche rund um den Hof Siloah in Neufrankenroda begonnen. Mittelpunkt unserer Arbeit ist die geschichtliche Aufarbeitung der Domäne. Das Buch „Ich will Bauer werden“ befasst sich mit Zeitspanne zwischen der Besatzungszeit bis zur Gebietsreform. Es erzählt die Geschichte von dem Leben unter drei Herrschaftseinflüssen. Die Zeit der Deutschen bis 1945 über die Amerikanischen Befreier bis hin zu den Sowjets unter Stalin.

Wir haben damit begonnen das Buch visuell umzusetzen.  Dafür bedienen wir uns geschichtlicher Gegenstände aus der Zeit der Domäne. Erste Szenen wurden bereits umgesetzt und alle sind vertraut in ihren Aufgaben. Zum Vorteil Aller funktioniert das selbstständige Arbeiten in der Gruppe sehr gut und ein produktives Klima ist entstanden. Die nächsten Tage können weiterhin produktiv beginnen, weil schon an den ersten Tagen massiv vorgearbeitet worden ist.

Am ersten Tag begannen wir nach dem Auspacken und einer Besprechung fast sofort mit dem Dreh. Die erste Szene war das Ankommen Christophs bei der Familie Teichmann.

Dienstag (Tag 2)

Nach einem leckeren Frühstück machten wir uns alle wieder an die Arbeit. Zuerst wurden die Szenen ,,Literaturgespräch“ und ,,Radio“ aufgrund gestriger Komplikationen, wie z.B. laute Fahrzeuge im Hintergrund, wiederholt. Anschließend haben wir mithilfe einer Konfirmandengruppe aus Thüringen und  Mitarbeitern des Gutshofes die Szenen ,,Hofversammlung“, ,,Bessarabier“ und ,,Bodenreform“, welche sehr aufwendig war, im Schafstall gedreht. Schließlich näherte sich der lange Arbeitstag dem Ende. Auf der Apfelplantage des Hofes haben wir, neben den ,,Tagesrationen“ unseren Drehtag abgeschlossen. Nach dem Abendbrot spielten wir gemeinsam ein Spiel von Hr. Sommer und es wurde noch lange geredet und gelacht.

(…)

Freitag (Tag 5) 

Nach einem schnellen Frühstück wurden Aufgaben, wie Zimmer säubern oder Lagerfeuerplatz aufräumen, verteilt. Auch führten einige das Interview mit Hr. Ziegner und machten noch Fotos vom Hof. Einige Nachvertonungen waren auch von Nöten. Zum Beispiel sprachen Hr. Sommer und Johanna die Hofversammlung ein. Nach dem Gruppenfoto packten wir unser Equipment zusammen und aßen Mittag.

Nach dem Mittagessen wurden die anderen abgeholt, so dass nur Laura, Anna und ich (Johanna) warteten. Um uns die Zeit zu vertreiben, schauten wir uns noch einen Film an, in dem wir viele Kameraeinstellungen entdeckten, die wir geändert hätten. Allein daran erkennt man, dass diese Woche sehr nützlich war und wir vieles gelernt haben. Der Abschied fiel uns allen schwer, da wir in dieser Woche stark zusammengewachsen sind.

In den Sommerferien trafen sich die meisten von uns noch mehrere Male um einen Trailer, ein Making-Off und kleine Interviews zu gestalten. Den Film  haben Katharina,  Hr. Ziegner und das „Junge Medien“- Team geschnitten. Nach den Ferien durften wir dann den ersten Schnitt sehen und haben uns über das Resultat gefreut.

Wann genau der Film fertig ist und dann auf unserer Website oder auf YouTube zu sehen ist, werden Sie noch erfahren.

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